Mit 5,18m und damit Meldestufe 3 hat der Main in Würzburg nun seinen höchsten Punkt erreicht. In Facebook gibt es amüsante Bilder von Leuten, die auf einer überluteten Straße auf Bänken sitzen und die Füße ins Wasser hängen lassen, während an andere auf dem trockenen Teil der Straße in gemütlicher Runde wie bei einem Picnic rumsitzen. Wenn man bedenkt, dass man so auch einem Hochwasser noch etwas Positives abgewinnen kann, während in anderen Regionen das Wasser wirklich zu unbeherrschbaren Strömen herangeschwollen ist und Schäden anrichtet....
Ich fand das amüsant als ich am Samstag die Bilder vom Hochwasser in den Nachrichten sah. Einerseits wurde gezeigt wie v.a. in Nieder- und Oberbayern alles versucht wurde um möglichst viel verschonen zu können. Dann kam die Iller bei Kempten; gezeigt wurden Server die das Hochwasser nutzten um Spaß zu haben. Wellenreiten ist dort normalerweise nicht möglich.
Lambo-Benni hat geschrieben:Ich fand das amüsant als ich am Samstag die Bilder vom Hochwasser in den Nachrichten sah. Einerseits wurde gezeigt wie v.a. in Nieder- und Oberbayern alles versucht wurde um möglichst viel verschonen zu können. Dann kam die Iller bei Kempten; gezeigt wurden Server die das Hochwasser nutzten um Spaß zu haben. Wellenreiten ist dort normalerweise nicht möglich.
Servus Benni,
Server beim Nutzen des Hochwassers? Aber nicht dass denen das Wasser in den USB-Anschluss reinlief und ihnen die Festplatte oder das Mainboard versaut haben....
Ja aber stell dir mal vor dein Haus wird überflutet. Du hast ggf. jahrelang dafür gearbeitet und gebaut und plötzlich wird alles zerstört. Also ich finde das schon sehr heftig.
Die Frage ist halt ob man das nicht hätte verhindern können oder sogar müssen...
du kannst nicht verhindern, dass eine Vb-Lage kommt und dass es zu viel regnet. Was man aber machen hätte können, das wäre, die Flussauen frei zu lassen, den Flüssen mehr Raum zu geben, und nicht direkt an den Flüssen Bauland auszuweisen und links und rechts bis an den Fluss bzw. den Damm ran Häuser hinzustellen. Das Land da gehörte immer der Donau, und wenn die nicht mehr auskann, dann nützen auch hohe Dämme nichts, denn die werden bei Hochwasser durchweicht, und dann geben sie irgendwann nach. Aber Bauland ist halt lukrativer als Flussauenland. Und dann redet man den Häuslebauern und -käufern ein, dass der Hochwasserschutz hier großartig ist und dass nix passieren kann. Und dann passiert es doch... Passau ist natürlich noch mal wieder was anderes, dort ist schon seit der Keltenzeit besiedelt, weil das ein wichtiger Knotenpunkt von Handelswegen über das Wasser und das Land ist. Aber da hat man natürlich immer gewusst, dass die Flüsse steigen und alles überschwemmen können. Hätte man auch anderswo, aber man hat auf die Dämme und die Kanalisierung der Flüsse vertraut. Und das ist halt jetzt das Resultat, weil man nicht auf die Natur gehört hat.
In den nächsten Tagen könnte es für die Hochwassergebiete hier in Bayern wieder kritisch werden, speziell Sonntag, Montag und Dienstag muss mit kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Die Meterologen gehen von 80 bis 120 l/qm aus!
Zwei Bilder vom Montag. Zu sehen ist der Steigbach von meinem Balkon aus. Man erkennt deutlich bis wohin das Wasser stieg, und auch dass noch recht viel Luft nach oben ist. Gefährlich wirds erst wenn Teile des Berges runterkommen und den Bach stauen. Das passierte zuletzt 2006.
ich hab da mal was gefunden. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern hat zum Hochwasser im Juni einen sehr ausführlichen und sehr lesenswerten Bericht heraus gegeben. Zu finden hier: