Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
So 11. Dez 2011, 21:09:08
Servus Widdi,
ja, wenn es so kommt... man sieht ja, dass die Modelle immer mehr fluktuieren, je weiter das in die Zukunft geht. Ich würde mal sagen, was anderes als warten bleibt uns nicht übrig. Und, @ Thomas, das mit dem nicht kalten La Nina Winter habe ich nach dem Augenschein beurteilt, aber natürlich kann es sich auch noch ändern. Das sind die zwei Möglichkeiten beim Wetter - entweder es ändert sich oder es bleibt wie es ist.
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mi 14. Dez 2011, 10:27:14
Ich hab jetzt das erste Mal dieses Jahr Vertrauen in die kommende Schneelage gefunden. Das liegt daran, dass Meteomedia - sehr zuverlässig in solchen Dingen - zum ersten Mal einen richtigen "Wintertag" rechnet:
Die prognostizieren meist recht realistisch (im Gegensatz zu so manch anderen Wetterdiensten )
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mi 14. Dez 2011, 13:17:49
Servus Benni,
jo, es schaut auch so aus, dass nach dem Sturm am Freitag eine NW-Strömung kommt, und auch wenn sie übers Meer kommt und keine kontinentale Kälte bringt, dürfte es kälter werden, und die Feuchtigkeit, die dann mitkommt, das kann eben dann auch Schnee geben, wenn vielleicht auch nicht direkt im Tiefland. Ich denke, das Wochenende wird sehr interessant.
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mi 14. Dez 2011, 18:45:28
Schaut euch den mal an. Der heutige 12z ist mal richtig eine Granate, rechne den Schnee mal auf die Alpen um mit Nordstau hauts mir die Kinnlade weg, das geht dann ins Dreistellige, aber leider noch ein Stück hin, kann also jederzeit wieder verworfen werden Da würds mich ned wundern, wenns käme es so 1-2m Neuschnee macht, wohl ähnlich wie Februar 2009 (da hatte ich mal 2,5m auf der Kampenwand, 2/3 davon waren neu). Spätstart, aber dafür mit Vollgas!
Verfällt nicht, da gespeichert!
Das wäre für München selber ähnlich viel Schnee wie im März 2006, aber zur Rechten Zeit, wenns so kommt, aber da wird man wohl abwarten müssen wie viel Schnee dann im Endeffekt kommt, falls er kommt.
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mi 14. Dez 2011, 20:00:44
Lambo-Benni hat geschrieben:Ich hab jetzt das erste Mal dieses Jahr Vertrauen in die kommende Schneelage gefunden. Das liegt daran, dass Meteomedia - sehr zuverlässig in solchen Dingen - zum ersten Mal einen richtigen "Wintertag" rechnet:
Die prognostizieren meist recht realistisch (im Gegensatz zu so manch anderen Wetterdiensten )
Schaut man sich die Prognose von MM für den Kahlen Asten an ,müßte der Berg am Freitag im Schnee ersticken. 11,7 mm bei -2°C dürften schon einige cm an Schnee bedeuten .
Wohnort: Artland ( norddeutsche Geest, 25 m ü.NN, Endmoränen höher).
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mi 14. Dez 2011, 20:49:11
MaxM hat geschrieben:Servus Benni,
jo, es schaut auch so aus, dass nach dem Sturm am Freitag eine NW-Strömung kommt, und auch wenn sie übers Meer kommt und keine kontinentale Kälte bringt, dürfte es kälter werden, und die Feuchtigkeit, die dann mitkommt, das kann eben dann auch Schnee geben, wenn vielleicht auch nicht direkt im Tiefland. Ich denke, das Wochenende wird sehr interessant.
Alles Gute Max
Im Falle NWz schließe ich eine Schneedecke im Tiefland, zumindest im Norddeutschen Tiefland vorerst noch aus... Schneefall dagegen nicht.. die Modelle scheinen durcheinander zu kommen, einige zeigen teils strenge Kälte um die Weihnachtsfeiertage, die anderen Höhenmilde.... abwarten... das könnte mit dem Polarwirbel zusammenhängen.
Wohnort: Artland ( norddeutsche Geest, 25 m ü.NN, Endmoränen höher).
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mi 28. Dez 2011, 18:23:49
Dem mächtigen Kaltluftkörper über Grönland steht auf wenigen hundert Kilometern subtropische Warmluft gegenüber- typisch für eine ausgeprägte Westwinddrift. Das Azorenhoch liegt mustergültig und lehrbuchartig an seinem Platz, keine WLA in Richtung Grönland, also auch kein " Fangnetz", was zyklonale Systeme abhält. Allein wenn man die Werte vor einem Jahr mit denen aktuellen vergleicht, findet man schnell heraus, dass der mächtige Kaltluftkörper mit Werten bis -20/-30 °C über Skandinavien fehlt- einzig und allein letzte Bastionen erreichen diese Werte, ansonsten gehts verbreitet in den positiven Bereich. Sehr schlechte Voraussetzungen für einen nachhaltigen Wintereinbruch bis in die Tieflagen... die Westwinddrift ist nachhaltiger wieder aufgewacht und wird so schnell nicht in Schlaf verfallen.....
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Mo 30. Jan 2012, 20:00:45
Servus Thomas,
aufgrund des Hochs über Ostfinnland, das recht stabil zu sein scheint, kommt jetzt doch noch die Kälte, von der Du schon vor Winterbeginn gesprochen hast. Wir haben auch lang genug gewartet...
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Do 16. Feb 2012, 20:56:29
Servus zusammen,
also hat der Winter uns doch noch etwas geboten. Nun, insgesamt kann man 3 deutlich voneinander abgesetzte Phasen unterscheiden. Im November war es unglaublich trocken durch eine ungewöhnlich lang anhaltende Blockadelage mit einem Hoch über Osteuropa, gegen das die Tiefs nicht ankamen. Das begann schon Ende Oktober und hat sich den gesamten November durchgezogen.
Dann kam ein sehr deutlicher Schnitt. Im Dezember stellte sich die Wetterlage komplett um und es gab eine ebenfalls intensive und ungewöhnlich lang anhaltende milde Westlage, bei der es nur gelegentlich für Schnee reichte, der jeweils schnell wieder weg ging. Insgesamt war es nun ungewöhnlich niederschlagsreich und es gab teilweise auch Hochwasser. Mitunter wurde es auch recht stürmisch, wenn auch, zum Glück, nicht extrem. Die Westlage dauerte bis weit in den Januar hinein.
Und dann drehte es sich Ende Januar wieder und die nächste sehr ausgeprägte Wetterphase begann. Es baute sich ein Tief über Nord- und Nordosteuropa auf, und ganz Europa kam in den "Genuss" von sehr kalter Luft, die sich teilweise bis nach Nordafrika durchsetzte, so dass zum Beispiel sogar auch in Algiers etwas Schnee fiel. Bei uns sanken dabei die Temperaturen teilweise bis auf -20 °C und darunter.
Somit hatten wir in diesem Winter drei sehr voneinander abgesetzte und recht unterschiedliche Wetterphasen. Und jetzt hoffe ich, dass bald mal der Frühling kommt.
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
Sa 18. Feb 2012, 15:54:37
Deine Einschätzung teile ich Markus. Ich denke mal, die letzte Kältewelle war der große Paukenschlag des Winters, damit er uns nochmal zeigen konnte, dass er nicht komplett zum in die Tonne treten war. In Sachen Schnee hatte ich auf mehr gehofft, auch wenn er sich zum Ende der Kältewelle doch nochmal bei uns zeigte und kurzzeitig für tiefe Winterstimmung sorgte.
Für eine unerwartete Abwechslung sorgten hier bei uns in WÜ weniger die vielen Sturmtiefs als vielmehr die Wintergewitter, die wir hier hatten!
Wohnort: Artland ( norddeutsche Geest, 25 m ü.NN, Endmoränen höher).
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
So 19. Feb 2012, 14:06:00
Ich denke auch, dass es das war mit dem Winter, zumindest im nord/westdeutschen Tiefland. Aprilwetter mit Schneeschauern/Graupel und nächtlichen Frösten wird es natürlich auch noch im Frühjahr geben, wobei ich darunter auch kein reines Winterwetter mehr verstehe.
Re: Eine Wintereinschätzung 2011/2012- vgl. 2010/2011?
So 19. Feb 2012, 22:37:27
So schaut´s aus. Sowas wie heute darf es gerne noch öfters geben aber so langsam freue ich mich auch schon auf den Sommer Nun kommt erstmal der Frühling wobei ich hauptsächlich auf den April gespannt bin. Ich hoffe doch sehr das dieser an die "guten alten Zeiten" anknüpfen kann!